Ziel der Einheit
Die Teilnehmenden entdecken neu, dass Gottes Name mehr ist als ein Wort: Er steht für Gottes Wesen und Gegenwart. Sie werden eingeladen, ihr Gottesbild zu reflektieren und konkret zu überlegen, wie Gottes Name durch ihr Leben geehrt und nicht beschädigt werden kann.
Vorbereitung für Leiter:innen
Bitte lies vorab Matthäus 6,9–13 und Exodus 3,1–15. Notiere dir Stichworte dazu, wie Gott sich Mose vorstellt und welche Eigenschaften Gottes dir besonders wichtig sind. Überlege, welche Gottesbilder in eurer Gemeinde oder Gruppe vorkommen (streng, fern, liebevoll, unberechenbar, treu …). Bete vor dem Treffen darum, dass Gottes Geist euch einen ehrlichen und zugleich tröstlichen Blick auf Gott schenkt.
Homiletische Kurzbeschreibung
Gottes Name ist kein Etikett, sondern Ausdruck seines Wesens. Mit der ersten Bitte ordnen wir unser Beten und Leben neu: Zuerst Gott, dann wir. Heiligung des Namens Gottes geschieht, wenn Gottes Charakter in unserem Alltag sichtbar wird – nicht perfekt, aber erkennbar.
Einstieg
- Gibt es in deinem Leben einen Namen, der für dich mit besonders vielen Emotionen verbunden ist? Warum?
- Wofür möchtest du einmal bekannt sein, wenn Menschen deinen Namen hören?
- Wenn du ehrlich bist: Welche drei Worte würdest du spontan mit „Gott“ verbinden?
Bibeltext
Matthäus 6,9-13: „Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.“
Exodus 3,1-15 lesen
Kurzimpuls
Gottes Name steht für sein Wesen. Wenn wir um die Heiligung seines Namens bitten, bitten wir, dass sein Charakter in unserem Denken, Reden und Handeln sichtbar wird.
Impuls-Andacht
In der Bibel ist der Name niemals nur ein Etikett, sondern Ausdruck von Identität. Gottes Name erzählt, wer er ist: treu, barmherzig, gerecht, heilig, voller Liebe. Wenn wir beten: „Geheiligt werde dein Name“, meinen wir nicht, dass Gott erst heilig werden müsste. Er ist heilig. Wir bitten vielmehr darum, dass sein Name nicht durch unser Handeln verdunkelt, sondern durch unser Leben geehrt wird. Diese Bitte rückt den Blick weg von unseren Wünschen hin zu Gott selbst. Am Anfang des Gebets steht nicht unser Mangel, sondern Gottes Größe. Heiligung geschieht im Alltag: wie wir reden, wie wir mit Schwachen umgehen, wie wir Entscheidungen treffen. Gott lädt uns ein, ein „sichtbarer Ehrenplatz“ für seinen Namen zu sein.
Gesprächsfragen
Wahrnehmen:
- Welche Erfahrungen mit „Heiligkeit“ hast du – eher positiv oder eher negativ?
- Wo wird der Name Gottes in unserer Gesellschaft banal oder sogar missbraucht verwendet?
Verstehen:
- Was bedeutet es konkret, dass Gottes Name für sein Wesen und seinen Charakter steht?
- Warum beginnt Jesus das Vaterunser nicht mit unseren Bedürfnissen, sondern mit Gottes Name?
Übertragen:
- In welchem Bereich deines Alltags möchtest du bewusster darauf achten, Gottes Namen zu ehren?
- Welchen kleinen, konkreten Schritt kannst du in dieser Woche dazu gehen?
Neutestamentlicher Spiegel
Johannes 17,6: Jesus offenbart den Namen des Vaters und macht ihn unter den Menschen bekannt.
Alttestamentlicher Hintergrund
Exodus 3,14–15: Gott stellt sich Mose als „Ich bin, der ich bin“ vor. Sein Name ist Zusage seiner Gegenwart: Er ist der Gott, der da ist, der mitgeht und handelt.
Gebetszeit
Lobt Gott für Eigenschaften seines Wesens (z. B. Treue, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit). Betet um Vergebung, wo ihr seinen Namen klein gemacht habt. Bittet darum, dass in euren Familien, Gemeinden und Beziehungen etwas von Gottes Heiligkeit sichtbar wird.
Wochenimpuls
Suche dir eine konkrete Situation (z. B. Arbeitsplatz, Familie, Verein), in der du besonders darauf achten möchtest, dass Gottes Name durch dein Verhalten geehrt wird. Notiere dir einen Satz dazu und bete jeden Morgen kurz dafür.
Liedvorschläge
- Groß ist unser Gott – Groß ist unser Gott Nr. 1
- Heilig, heilig das Lamm Gottes – Feiert Jesus! Gold Nr. 268
- Dein Name – Feiert Jesus! Best of Nr. 441
- Herr, dein Name sei erhöht – Groß ist unser Gott Nr. 107