Ziel der Einheit
Die Teilnehmenden erkennen, wie das Kreuz nicht nur die Beziehung zu Gott, sondern auch Beziehungen zwischen Menschen verändert. Sie entdecken Gemeinde als Ort der Versöhnung und als Wohnort Gottes.
Vorbereitung für Leiter:innen
- Lies Epheser 2,11–22 und markiere Begriffe wie „fern“/“nah“, „Mauer“, „Frieden“, „Versöhnung“.
- Informiere dich kurz über die Trennung zwischen Juden und Heiden in der damaligen Zeit.
- Überlege, welche „Mauern“ es heute gibt: zwischen Generationen, Milieus, Kulturen, politischen Lagern.
- Sei dir bewusst, dass manche vielleicht schmerzhafte Erfahrungen mit Gemeinde gemacht haben.
- Bete darum, dass der Abend ein Schritt hin zu einem versöhnteren Blick auf Gemeinde wird.
- Nimm dir Zeit, deine eigene Rolle in Konflikten zu bedenken – damit du authentisch leiten kannst.
Homiletische Kurzbeschreibung
Paulus zeigt, wie das Kreuz nicht nur die Beziehung zwischen Gott und Mensch, sondern auch zwischen Menschen verändert. Christus reißt trennende Mauern ein und schafft Frieden. Gemeinde wird als Ort beschrieben, an dem Gott wohnt. Der Text lädt ein, Gemeinde neu als versöhnte Gemeinschaft zu sehen – und selbst Schritte aufeinander zuzugehen.
Einstieg
- Gibt es in Deiner Familie einen Familienstammbaum oder eine weit zurückreichende Familientradition? Welche Bedeutung hat dies (oder die Tatsache, dass es so etwas nicht gibt) für Dich?
- Wo erlebst du Gemeinschaft als besonders wohltuend – und was macht sie aus?
- Was ist eine lustige Erinnerung, die du mit Freunden oder Familie hast, die dich daran erinnert, wie wichtig Gemeinschaft ist?
Bibeltext
Textstelle: Epheser 2,11–22 lesen.
Kurzimpuls
In Christus werden aus Fremden Hausgenossen – Gott baut aus versöhnten Menschen einen neuen Tempel seiner Gegenwart.
Impuls-Andacht
Zwischen Menschen können hohe Mauern wachsen: kulturell, sozial, durch Verletzungen. Für die ersten Christen war die Grenze zwischen Juden und Nichtjuden tief eingegraben. Paulus sagt: In Christus hat Gott diese Mauer eingerissen. Am Kreuz trägt Jesus Feindschaft und Schuld. Aus Feinden werden Versöhnte, aus Fremden Mitbürger, aus Einzelnen ein Haus, in dem Gott wohnt. Gemeinde ist nicht der Club der Ähnlichen, sondern ein Bauwerk aus sehr unterschiedlichen Steinen. Vielleicht erlebst du auch Spannungen in Gemeinde oder Familie. Der Blick auf Christus lädt ein: Schau zuerst auf den, der Frieden gemacht hat. Bei ihm ist Platz für dich – und für den anderen.
Gesprächsfragen
Wahrnehmen:
- Welche Trennungen beschreibt Paulus im Text – und wie überwindet Christus sie?
- Welche Bilder für Gemeinde verwendet Paulus (z.B. Haus, Tempel, Mitbürger)?
Verstehen:
- Was bedeutet es, dass Christus unsere „Mauer“ abbricht und Frieden stiftet?
- Wie verändert das Bild der Gemeinde als Tempel Gottes deinen Blick auf Kirche?
Übertragen:
- Wo erlebst du persönlich Mauern zwischen Menschen oder Gruppen?
- Was könnte für dich ein kleiner Schritt in Richtung Versöhnung und Gemeinschaft sein?
Neutestamentlicher Spiegel
Galater 3,26–28; Johannes 17,20–23.
Alttestamentlicher Hintergrund
Jesaja 2,1–4; Micha 4,1–5.
Gebetszeit
Betet für Versöhnung in Gemeinde, Familien und Gesellschaft. Bringt konkret belastete Beziehungen vor Gott. Bittet darum, dass eure Gruppe ein Ort wird, an dem Gottes Frieden sichtbar wird.
Wochenimpuls
Überlege eine konkrete „Mauer“, hinter der du dich vielleicht versteckst. Mache in dieser Woche einen kleinen Schritt auf einen Menschen oder eine Gruppe zu.
Liedvorschläge
- Feiert Jesus! Best of 139 – Wir sind eins
- Feiert Jesus! Gold 95 – Vereint als Christi Leib
- Groß ist unser Gott 54 – Gut, dass wir einander haben
- Glorify 217 – Einander begegnen