Ziel der Einheit
Die Teilnehmenden entdecken das Gebet des Paulus als Modell: Sie lernen, für sich und andere um „erleuchtete Augen des Herzens“ zu bitten und Gottes Hoffnung, Erbe und Kraft neu wahrzunehmen.
Vorbereitung für Leiter:innen
- Lies Epheser 1,15–23 im Zusammenhang mit 1,3–14. Achte auf Dank und Fürbitte.
- Markiere, wofür Paulus konkret betet (Weisheit, Offenbarung, Erkenntnis, Hoffnung, Erbe, Kraft).
- Überlege ehrlich: Wie sieht mein eigenes Gebetsleben aus? Wofür bete ich am häufigsten?
- Denke an Menschen in deiner Gruppe: Wo würdest du dir genau dieses Gebet für sie wünschen?
- Überlege, ob du zu Beginn oder Ende der Einheit einen Teil dieses Gebets über die Gruppe sprechen kannst.
- Plane genug Zeit für Austausch über persönliche Gebetserfahrungen ein.
Homiletische Kurzbeschreibung
Paulus öffnet uns einen Blick in sein Herz für die Gemeinde: Er dankt und bittet. Im Zentrum steht das Gebet um erleuchtete Augen des Herzens. Christlicher Glaube ist mehr als Wissen – er ist ein Erkennen, das Hoffnung, Erbe und Kraft Gottes erfahrbar macht. Wer so betet, rechnet im Alltag mit Gottes Möglichkeiten.
Einstieg
- Wenn du dein persönliches Gebetsanliegen in einem Satz zusammenfassen müsstest – wie würde es lauten?
- Wofür dankst du Gott täglich?
- Wie zeigst du, dass du dankbar für die Menschen um dich herum bist?
Bibeltext
Textstelle: Epheser 1,15–23 lesen.
Kurzimpuls
Kernpunkt / Hauptgedanke: Geistliches Wachstum beginnt damit, dass Gott unsere inneren Augen öffnet – für seine Hoffnung, sein Erbe und seine Kraft.
Impuls-Andacht
Manchmal beten wir vor allem um äußere Dinge: Gesundheit, gelingende Prüfungen, gute Lösungen. Paulus setzt bei den Ephesern anders an. Er bittet, dass Gott ihnen den Geist der Weisheit und Offenbarung gibt – damit sie ihn besser erkennen. Er wünscht ihnen erleuchtete Augen des Herzens. Dann sehen sie die Hoffnung, zu der sie berufen sind, den Reichtum ihres Erbes und die Größe von Gottes Kraft. Diese Kraft hat Jesus von den Toten auferweckt. Sie ist auch an uns wirksam. Vielleicht ist dein Gebetsleben gerade müde. Lass dich von diesem Gebet anstecken. Bitte für dich und andere: Herr, öffne mir die Augen des Herzens!
Gesprächsfragen
Wahrnehmen:
- Welche Gebetsanliegen nennt Paulus für die Gemeinde in Ephesus?
- Welche Bilder für Gottes Kraft findest du in diesem Abschnitt?
Verstehen:
- Was meint Paulus mit den „Augen des Herzens“ – wie unterscheidet sich das von reinem Kopfwissen?
- Wie hängen Hoffnung, Erbe und Kraft Gottes in diesem Text zusammen?
Übertragen:
- Für wen möchtest du in der kommenden Woche mit den Worten dieses Gebets beten?
- Wie könnte dein Gebetsleben konkret anders aussehen, wenn du dich an diesem Text orientierst?
Neutestamentlicher Spiegel
Philipper 1,3–11; Kolosser 1,9–12.
Alttestamentlicher Hintergrund
2. Könige 6,15–17; Jesaja 40,26–31.
Gebetszeit
Betet das Gebet aus Epheser 1,17–19 in eigenen Worten füreinander. Lasst eine Zeit der Stille, in der jede:r im Herzen Namen vor Gott bringt. Schließt mit gemeinsam gesprochenem Vaterunser.
Wochenimpuls
Suche dir eine Person aus deiner Gemeinde und bete eine Woche lang täglich mit den Worten aus Epheser 1,17–19 für sie.
Liedvorschläge
- Feiert Jesus! Best of 4 – Vater, ich komme jetzt zu dir
- Feiert Jesus! Best of 171 – Nur auf deine Liebe werd ich baun
- Feiert Jesus! Gold 11 – Schaffe Raum
- Glorify 141 – Sprich, o Herr, denn wir stehn vor dir