Ich bin der gute Hirte – Einführung
Der Hirte ist ein starkes Gottesbild im Alten Testament: „Der HERR ist mein Hirte“ (Ps 23), Gott selbst will seine Herde sammeln (Hes 34; Jes 40,11). Wenn Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte“, stellt er sich bewusst in diese Linie. Mit dem betonten „Ich, ich bin“ (ego eimi) macht er deutlich: In seiner Person kommt der Hirtengott Israels selbst zu seinem Volk.
Einstieg
„Gab es jemanden, der für dich wie ein guter Hirte war?“
Bibeltext
- Joh 10,11–18 lesen
Kurzimpuls
Jesus ist der Hirte, der uns kennt, führt und sein Leben für uns gibt.
Impuls-Andacht
Jesus unterscheidet sich vom Mietling: Er flieht nicht, wenn Gefahr kommt. Er kennt uns – nicht oberflächlich, sondern beim Namen. Der Höhepunkt seiner Hirtenliebe ist das Kreuz. Sein Tod gilt uns; seine Stimme ruft uns heim. Ihm nachzufolgen heißt nicht, blind zu gehen, sondern einem Hirten zu vertrauen, der jeden Weg kennt und uns durch jedes Tal führt.
Gesprächsfragen
Wahrnehmen
- Welche Unterschiede werden zwischen Hirte und Mietling genannt?
- Wie ist Jesu Beziehung zu den Schafen?
Verstehen
- Was bedeutet „sein Leben lassen“?
- Welche Rolle spielt die Beziehung zum Vater?
Übertragen
- Wo brauchst du Führung?
- Wie kannst du Jesu Stimme besser hören?
Neutestamentlicher Spiegel
- 1. Petr 5,4 – Der oberste Hirte
- Hebr 13,20 – Der große Hirte
Alttestamentlicher Hintergrund
- Ps 23 – Der HERR ist mein Hirte
- Jes 40,11 – Der Hirte, der trägt
Gebetszeit
Für Orientierung, Trost und Führung.
Wochenimpuls
Psalm 23 täglich betend lesen.
Liedvorschläge
- „Wunderbarer Hirt“ (Groß ist unser Gott Nr. 24) – Volltreffer!
- „Wer ist ein Gott wie du“ (FJ Best of Nr. 18) – Gottes Erbarmen und Treue
- „Jesus, Fels der Zeiten“ (Glorify Nr. 8) – Halt & Schutz
- „Vater, deine Liebe ist so unbegreiflich groß“ (Groß ist unser Gott Nr. 25) – Getragensein