Galater 2,11–21
Ziel der Einheit
Die Gruppe erkennt, dass echte Gemeinschaft auch Konflikt und Klarheit aushält – und dass Rechtfertigung allein in Christus der Maßstab bleibt.
Vorbereitung
- Gal 2,11–21 lesen; kurz notieren: Welche Sätze treffen mich?
- Über ein eigenes Beispiel nachdenken, wo Wahrheit wichtiger war als Harmonie.
Ablauf
Einstieg (10 Min)
Frage: „Lieber Harmonie oder Klartext – was ist euch näher? Erzählt eine Situation.“
Übergang: Paulus stellt sich Petrus öffentlich entgegen – warum?
Bibeltext & Impuls (15–20 Min)
Text gemeinsam lesen.
Impuls: In Antiochia lebt Petrus zunächst ganz selbstverständlich mit Nichtjuden zusammen. Als Leute „von Jakobus“ kommen, zieht er sich zurück – aus Angst. Paulus sieht darin eine praktische Verleugnung des Evangeliums: Wenn wir durch Gesetzeswerke gerecht werden, war Christus umsonst gestorben. Darum spricht er Klartext – um des Evangeliums willen, nicht aus Rechthaberei.
Gesprächsfragen (25–30 Min)
Wahrnehmen
- Wie wirkt diese Szene auf euch? Peinlich? Mutig?
- Wo spürt ihr den inneren Konflikt von Petrus?
Verstehen
- Was genau wirft Paulus Petrus vor?
- Was bedeutet der zentrale Satz in V. 16 („nicht aus Werken des Gesetzes, sondern durch den Glauben an Jesus Christus“)?
- Warum wäre Christi Tod „umsonst“, wenn das Gesetz doch rettet?
Übertragen
- Wo besteht in unserer Gemeinde/Gesellschaft die Gefahr, „zwei Tische“ aufzubauen (Insider/Outsider)?
- Wann war in deinem Glaubensleben Klarheit nötig, auch wenn es unangenehm war?
- Was würde es heißen, das Evangelium über Harmonie zu stellen – ohne lieblos zu werden?
Gebet (10–15 Min)
- Kurze Stille: Jede/r darf innerlich Menschen oder Situationen vor Gott bringen, wo Klarheit nötig ist.
- Gebet im Plenum: Bitte um Mut und Liebe, beides zusammen.
Für die Woche
Ermutigung: Eine Person bewusst ansprechen, bei der du dich vielleicht entschuldigen oder etwas klären solltest – wenn es dran ist.