Galater 1,1–12 + 2,1–10

Ziel der Einheit

Die Gruppe versteht, dass es nur ein Evangelium gibt und dass jeder Zusatz (Gesetzlichkeit, Druck, „du musst noch…“) die Freiheit zerstört.

Vorbereitung für Leiter:innen

  • Gal 1,1–12 und 2,1–10 ganz lesen (Lutherbibel oder BasisBibel).
  • Überlegen: Wo erlebe ich selber „Zugaben“ zum Evangelium?
  • Raum so vorbereiten, dass Gespräch leicht möglich ist (Stuhlkreis).

Ablauf

Einstieg (10–15 Min)
Frage in die Runde: „Wo habt ihr schon erlebt, dass aus etwas Einfachem etwas extrem Kompliziertes gemacht wurde?“ (Behörden, Technik, Kirche …)
Übergang: So ähnlich ist es auch mit dem Evangelium passiert.

Bibeltext & Kurzimpuls (15–20 Min)

Gemeinsam Gal 1,6–9 und 2,4–5,7–10 lesen.

Kurzimpuls: Paulus ist erschüttert, dass die Galater so schnell wegdriften. Das Evangelium ist für ihn: Jesus allein, aus Gnade, durch Glauben. Kein „Evangelium plus Beschneidung“, kein „Jesus plus Leistung“. Er verteidigt diese Freiheit – sogar in Jerusalem vor den „Säulen“ der Gemeinde.

Betonung: Nicht aus Prinzipstreit, sondern damit die Freiheit der Gemeinden erhalten bleibt.

Gesprächsfragen (25–30 Min)

Wahrnehmen

  • Was fällt euch an der Schärfe von Paulus auf?
  • Wo spürt ihr seine Liebe zu den Gemeinden?

Verstehen

  • Was meint Paulus mit „ein anderes Evangelium“?
  • Warum ist es so gefährlich, aus der Gnade ein „Evangelium plus“ zu machen?
  • Welche Rolle spielt die Bestätigung der Apostel in Jerusalem (Gal 2,9)?

Übertragen

  • Wo erlebt ihr heute in Kirche oder persönlichem Glauben so ein „Evangelium plus“?
  • Welche „frommen Zugaben“ machen euch oder anderen Druck?
  • Wie könnte es aussehen, wieder neu beim „Evangelium pur“ anzukommen?

Gebetszeit (10–15 Min)

  • Sammeln: 1–2 Gedanken, die heute wichtig waren.
  • Gebet in 2er/3er-Gruppen:
  • Dank für Gottes Gnade ohne Leistung
  • Bitte um Mut, in der Freiheit zu bleiben.

Für die Woche

  • Aufgabe: Formuliere für dich in einem Satz: „Für mich ist das Evangelium …“ – und bete die Woche über mit diesem Satz