Ziel der Einheit

Die Teilnehmenden sehen, wie innere Stärkung durch Gottes Liebe (3,14–21) und äußeres Wachstum der Gemeinde durch Gaben (4,11–16) zusammengehören. Sie werden ermutigt, ihre eigenen Gaben zu entdecken und einzubringen.

Vorbereitung für Leiter:innen
  • Lies Epheser 3,14–21 als Gebet über deinem eigenen Leben.
  • Lies anschließend 4,11–16 und markiere alle Aussagen zu Gaben, Wachstum und Reife.
  • Überlege, welche Gaben du bei dir selbst und in deiner Gruppe wahrnimmst.
  • Sei vorsichtig mit Schubladen: Es geht nicht um starre Rollenzuteilung, sondern um Ermutigung.
  • Bereite ggf. eine einfache Liste mit typischen Gaben und Diensten vor (zur Inspiration, nicht als Test).
  • Bete, dass niemand sich vergleichen muss, sondern Freude daran findet, dass Gott Vielfalt schenkt.
Homiletische Kurzbeschreibung

Aus dem Gebet um innere Stärkung (3,14–21) führt Paulus zur konkreten Gestalt von Gemeinde (4,11–16). Christus gibt Gaben, damit sein Leib wächst und reift. Ziel ist geistliche Mündigkeit, nicht geistlicher Stillstand. Die Einheit wird nicht durch Gleichmacherei erreicht, sondern durch die gemeinsame Ausrichtung auf Christus.

Einstieg

  • Was machst du richtig gern – und andere sagen: „Das kannst du voll gut“? Worin hältst du dich für gut?
  • Welche Eigenschaft möchtest du in deinem Charakter entwickeln?
  • Was ist ein besonderer Ort oder eine Situation, in der du dich oft im Gebet mit Gott verbunden fühlst?
  • Wenn du einen Bibelvers wählen könntest, der dich in schwierigen Zeiten ermutigt, welcher wäre das und warum?

Bibeltext

Textstelle: Epheser 3,14–21; 4,11–16 lesen

Kurzimpuls

Gott stärkt uns innerlich durch seinen Geist, damit Christus in uns Wohnung nimmt und wir als Leib gemeinsam in seine Fülle hineinwachsen.

Impuls-Andacht

Paulus kniet nieder und betet: dass Christus durch den Glauben in unseren Herzen wohnt. Nicht als gelegentlicher Besucher, sondern als Gastgeber. Er wünscht den Ephesern, in Liebe verwurzelt und gegründet zu sein. Dann können sie mehr und mehr begreifen, wie breit und lang und hoch und tief die Liebe Christi ist. Aus diesem inneren Fundament heraus denkt Paulus über Gemeinde nach. Jesus schenkt unterschiedliche Gaben, damit der Leib aufgebaut wird. Ziel ist nicht, dass einige wenige „Profis“ alles tun, sondern dass alle wachsen und dienen. Vielleicht kennst du deine Gabe noch kaum. Du darfst neugierig fragen: Herr, wo willst du mich einsetzen – damit andere durch mich deine Liebe spüren?

Gesprächsfragen

Wahrnehmen:
  • Welche Bitten formuliert Paulus in seinem Gebet in 3,14–21?
  • Welche Dienste und Gaben werden in 4,11–16 genannt – und mit welchem Ziel?
Verstehen:
  • Was bedeutet es, in Liebe verwurzelt und gegründet zu sein?
  • Wie tragen verschiedene Gaben dazu bei, dass Gemeinde reif und mündig wird?
Übertragen:
  • Wo siehst du bei dir selbst eine Gabe oder Stärke, die Gott gebrauchen könnte?
  • Wie könntet ihr als Gruppe dazu beitragen, dass Menschen in eurer Gemeinde im Glauben wachsen?

Neutestamentlicher Spiegel

1. Korinther 12,4–7; Römer 12,3–8.

Alttestamentlicher Hintergrund

Jeremia 31,31–34; Psalm 133.

Gebetszeit

Dank für Gottes Liebe, die trägt. Bittet um Klarheit über eigene Gaben und um Mut, sie einzusetzen. Segnet Menschen und Dienste eurer Gemeinde im Gebet.

Wochenimpuls

Suche dir in dieser Woche eine kleine Aufgabe, in der du deine Gabe einsetzen kannst – und tue sie bewusst „zur Erbauung“ eines anderen.

Liedvorschläge

  • Feiert Jesus! Best of 64 – Großes hat der Herr getan
  • Feiert Jesus! Gold 69 – Ursprung und Ziel
  • Groß ist unser Gott 9 – Ein Leben, gegeben
  • Glorify 32 – Ein Gott, der redet