Ziel der Einheit

Die Teilnehmenden erkennen, wie abhängig sie in allem von Gottes Versorgung sind – materiell, seelisch und geistlich. Sie lernen, Dankbarkeit und Vertrauen einzuüben und konkrete Sorgen im Gebet loszulassen.

Vorbereitung für Leiter:innen

Lies Matthäus 6,11; Matthäus 6,25–34 sowie Sprüche 30,8–9. Überlege, wo du selbst Versorgung erlebt hast – vielleicht auch überraschend. Evtl. kannst du eine kleine symbolische Aktion vorbereiten (z. B. ein Brot, das in der Mitte liegt).

Homiletische Kurzbeschreibung

„Unser tägliches Brot“ steht für alles, was wir zum Leben brauchen. Jesus lädt uns ein, mit unseren ganz konkreten Bedürfnissen zu Gott zu kommen – ohne Angst und ohne Gier. Die Bitte ruft in eine Haltung des Vertrauens und der Dankbarkeit.

Einstieg

  • Wofür bist du heute – ganz konkret – dankbar?
  • Welche „Sorgen“ drehen sich bei dir häufig im Kopf?
  • Hast du schon einmal erlebt, dass Gott überraschend für dich gesorgt hat? Erzähl kurz davon.

Bibeltext

Matthäus 6,11 und Matthäus 6,25–34 lesen.

Kurzimpuls

Diese Bitte ermutigt uns, nicht im Morgen zu leben, sondern im Heute – im Vertrauen, dass Gott täglich für uns sorgt.

Impuls-Andacht

Jesus erlaubt uns, ganz schlicht und bodenständig zu beten: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Brot steht für alles, was unser Leben braucht – Nahrung, Wohnung, Beziehungen, Kraft, Hoffnung. Gott interessiert sich nicht nur für „große geistliche Dinge“, sondern für unseren Alltag. Gleichzeitig wehrt Jesus der Sorge, die uns auffrisst. Er lädt ein, nicht im Gestern zu verharren und nicht im Morgen zu versinken, sondern heute zu vertrauen. Diese Bitte ist kein Freibrief für Bequemlichkeit, sondern eine Einladung, Arbeit, Verantwortung und Vertrauen zu verbinden. Wer um tägliches Brot bittet, lernt auch das erhaltene Brot zu teilen – mit denen, die zu wenig haben.

Gesprächsfragen

Wahrnehmen:
  • Welche Bereiche deiner Versorgung machen dir im Moment am meisten Sorgen?
  • Wofür dankst du Gott zu selten, obwohl es eigentlich selbstverständlich wirkt?
Verstehen:
  • Was meint „tägliches Brot“ in deinem Leben ganz konkret?
  • Wie hängen Vertrauen auf Gott und verantwortlicher Umgang mit Geld und Besitz zusammen?
Übertragen:
  • Welches Sorge-Thema möchtest du bewusst ins Gebet geben, statt es nur im Kopf zu drehen?
  • Gibt es jemanden, mit dem du dein „Brot“ in dieser Woche teilen könntest?

Neutestamentlicher Spiegel

Johannes 6,35: Jesus als das Brot des Lebens.

Alttestamentlicher Hintergrund

2. Mose 16: Das Manna in der Wüste – tägliche Versorgung, die nicht auf Vorrat gehortet werden kann.

Gebetszeit

Bringt eure Sorgen in kurzen Gebeten vor Gott. Dankt bewusst für konkrete Gaben. Bittet auch für Menschen, die zu wenig zum Leben haben – in eurer Umgebung und weltweit.

Wochenimpuls

Führe eine Woche lang ein kleines Dankbarkeits-Tagebuch: Schreibe jeden Abend drei Dinge auf, für die du Gott an diesem Tag danken kannst.

Liedvorschläge

  • Vater, ich danke dir – Groß ist unser Gott Nr. 6
  • Danke für diesen guten Morgen – Feiert Jesus! Best of Nr. 195
  • Lege deine Sorgen nieder – Glorify Nr. 244
  • Leben aus der Quelle – Groß ist unser Gott Nr. 104