Römer 5,1–5
Ziel der Einheit
Die Gruppe versteht: Christliche Hoffnung blendet Leid nicht aus, sondern wächst gerade in bedrängten Zeiten – weil Gott mitten darin wirkt.
Vorbereitung
- Röm 5,1–5 lesen.
- Eigene Erfahrungen mit Leid und Hoffnung überlegen (so weit du bereit bist, sie zu teilen).
Ablauf
Einstieg (10–15 Min)
Frage: „Wann habt ihr erlebt, dass ihr im Rückblick sagen konntet: Diese schwere Zeit hat mich trotzdem geprägt – vielleicht sogar im Glauben vertieft?“ (Nur wer möchte, nichts erzwingen.)
Bibeltext & Impuls (15–20 Min)
- Römer 5,1–5 lesen.
Impuls: Paulus beschreibt eine Kette: Bedrängnis – Geduld – Bewährung – Hoffnung.
Hoffnung ist nicht naiver Optimismus, sondern wächst, wenn wir erfahren: Gott lässt uns in der Not nicht fallen. Die Liebe Gottes wird uns durch den Heiligen Geist ins Herz gegeben – das ist der Grund, warum Hoffnung „nicht zuschanden wird“.
Impuls-Andacht
Hoffnung, die trägt im Leid
Leid bleibt ein Geheimnis, das wir nicht erklären können. Aber wir dürfen uns an den klammern, der uns durchträgt. Paulus beschreibt: Bedrängnis schafft Geduld, Bewährung – und Hoffnung. Gott verspricht kein Leben ohne Schmerzen, doch er verspricht: Du musst nicht allein hindurch. Seine Liebe ist da, gerade im Schmerz. Du darfst klagen – und doch gehalten sein, Wort für Wort.
Gesprächsfragen (25–30 Min)
Wahrnehmen
- Was fällt euch an der „Kette“ auf, die Paulus beschreibt?
- Welche Worte berühren oder irritieren euch?
Verstehen
- Was bedeutet es, „gerecht geworden aus Glauben“ zu sein (V. 1)?
- Warum kann Paulus sagen, dass wir uns sogar der Bedrängnisse rühmen?
- Wie hängt die Liebe Gottes (V. 5) mit Hoffnung zusammen?
Übertragen
- Wo kennt ihr Menschen, die eine „geprüfte Hoffnung“ haben – gerade weil sie Leid erlebt haben?
- Wie können wir als Gruppe Menschen in Leid Hoffnung zusprechen, ohne billige Antworten zu geben?
- Gibt es eine konkrete Not, in der du heute neu um Hoffnung bitten möchtest?
Gebet (15 Min)
- Möglichkeit zur stillen Klage vor Gott.
- Wer möchte, kann ein kurzes „Hilf mir, Gott…“-Gebet sprechen.
- Abschlussgebet der Leitung mit Röm 15,13 (Gott der Hoffnung).
Für die Woche
Vorschlag: Einen Vers aus Röm 5,1–5 aufschreiben und sichtbar hinlegen.
Gott bitten, dass er gerade in einem schwierigen Bereich Hoffnung wachsen lässt.