Psalm 130 & Römer 8,24–25

Ziel der Einheit

Die Gruppe versteht: Hoffnung lebt oft im Spannungsfeld zwischen „schon“ und „noch nicht“ – sie hält im Warten an Gott fest.

Vorbereitung für Leiter:innen

  • Ps 130 und Röm 8,24–25 lesen.
  • Eigene Wartesituationen bedenken: Krankheit, Entscheidungen, Veränderungswünsche.

Ablauf

Einstieg (10–15 Min)

  • Frage:„Wann hat sich Warten für dich besonders lang angefühlt – und wie bist du damit umgegangen?“

Bibeltext & Impuls (15–20 Min)

  • Psalm 130 vollständig lesen.
  • Römer 8,24–25 ergänzend lesen.

Impuls: Psalm 130 kommt „aus der Tiefe“ – ein Gebet aus Not. Hoffnung zeigt sich im „Ich harre auf den Herrn“ und im Bild des Wächters, der auf den Morgen wartet. Paulus greift das auf: Hoffnung sieht noch nicht, was sie erwartet. Aber gerade im Nicht-Sehen zeigt sich Vertrauen.

Impulsandacht

Hoffnung im Warten
Manches in unserem Leben bleibt offen. Gebete sind noch nicht erhört, Entscheidungen stehen aus, Heilung lässt auf sich warten. Die Bibel verschweigt dieses Warten nicht. Sie lädt ein, mit dem Beter zu sagen: „Ich harre auf den HERRN.“ Hoffnung heißt nicht: Alles wird schnell gut. Hoffnung heißt: Gott geht den langen Weg mit dir – Schritt für Schritt, Tag für Tag, Atemzug für Atemzug.

Gesprächsfragen (25–30 Min)

Wahrnehmen
  • Welche Verse aus Ps 130 sprechen euch direkt an?
  • Wie empfindet ihr den Vergleich mit dem Wächter
Verstehen
  • Was macht der Beter in seiner „Tiefe“ – und was nicht?
  • Was meint Paulus mit „auf Hoffnung hin sind wir gerettet“?
  • Warum ist Geduld so eng mit Hoffnung verbunden?
Übertragen
  • In welchen Bereichen wartet ihr persönlich oder als Gemeinde?
  • Wie kann man hoffnungsvoll warten – ohne Schönreden, aber mit Vertrauen?
  • Was könnte helfen, das „Harren“ im Alltag einzuüben (Gebet, Rituale, Erinnerungen)?

Gebetszeit (10–15 Min)

  • Möglichkeit, kurz Situationen des Wartens zu nennen (wer möchte).
  • Gebet in kleinen Gruppen: füreinander beten, dass Hoffnung im Warten nicht versiegt.

Für die Woche

Vorschlag: Jeden Morgen einen Vers aus Ps 130 beten (z.B. V. 5 oder 6) und bewusst ein Thema vor Gott bringen, auf das du wartest.